Bildungsabend: Meditation

Der fünfte Bildungsabend des Semesters stand unter einem Motto, das zunächst für einige hochgezogene Augenbrauen sorgte: Meditation. Der eine oder andere hatte wohl eher stille Räucherstäbchen und gemurmeltes „Om" erwartet – doch am Ende wurde der Abend deutlich greifbarer, als wir alle gedacht hatten.

Eröffnet wurde die Runde nicht mit einem Vortrag, sondern mit einer kleinen, fast schon fiesen Übung: einfach dasitzen und nichts tun. Wie zu erwarten hielt sich kaum jemand lange an die Vorgabe – und genau das war der Punkt.

Danach wurde es inhaltlicher. Meditation bedeutet im Kern nichts anderes, als die eigene Aufmerksamkeit bewusst zu lenken oder zu beobachten. Die Praxis reicht über 2.600 Jahre zurück und hielt erst mit dem MBSR-Programm Einzug in die ernsthafte Wissenschaft. Besonders spannend fanden viele, dass regelmäßige Praxis nachweislich die emotionale Reaktivität senken und Konzentration sowie Gedächtnis verbessern kann.

Es folgte eine gemeinsame Atemmeditation. In der Reflexionsrunde zeigte sich, dass es den meisten ähnlich erging: Die Gedanken wanderten immer wieder ab, ließen sich aber meist zurückholen.

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